Historie

Auszüge aus der Chronik der königlich privilegierten Schützengesellschaft Sonthofen 1500

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2012

Durch viel ehrenamtliches Engagement unserer Mitglieder wurden ab Januar die neuen Schützenräume ausgebaut. Es steht nun eine vollelektronische Schießanlage mit 10 Ständen für Luftgewehr, Luftpistole und Zimmerstutzen sowie 6 Kleinkaliberstände für 100 m und 8 für 50 m zur Verfügung. Für die Bogenschützen wurde eine Indoor-Bogenhalle mit zahlreichen Ständen geschaffen. Am 5. Oktober findet die Einweihung des neuen Schießzentrums mit Tag der offenen Tür am darauffolgenden Tag statt.

Schützenhaus Sonthofen 2012

2011

Hermann Herzog sen. wird bei der Generalversammlung am 23. Februar zum Ehrenmitglied ernannt. Irene Hasemann holt sich in der Disziplin Luftpistole bei den Bayerischen Behinderten-Meisterschaft den Meistertitel.

2010

Am 26. August begann der Abbruch unseres Schützenheimes. Bei unserem Patenverein, dem SV Altstädten, konnten wir im September unseren Schießbetrieb wieder aufnehmen. Noel Blank wird Gaujugendkönig.

2009

Die ersten Verhandlungen über den Abriss des bestehenden Illerstadions werden geführt. Vorstellung des geplanten Neubaus. Einberufung einer außerordentlichen Generalversammlung am 16. November, in der alle anwesenden Mitglieder dem Abriss des bestehenden Gebäudes und dem Neubau einer Trendsporthalle zustimmten, nachdem unsere Bedingungen von Bürgermeister Buhl akzeptiert wurden. Anschaffung von einheitlichen Jacken und T-Shirts für die Jugend und die Bogenabteilung.
Bei der Bayerischen Behinderten-Meisterschaft errang Irene Hasemann in der Disziplin Luftpistole den 1. Platz.

2008

Neugründung und Aufbau einer Bogensportabteilung, die einen regen Zulauf an Mitgliedern und sportliche Erfolge brachte.

2007

Überarbeitung unserer Satzung und Anpassung an die aktuellen Gegebenheiten. Modernisierung unserer Kleinkaliberanlage durch Installation von Kameras und Monitore für eine elektronische Trefferanzeige. Anhebung der Blenden, sodass auch große Schützen optimale Bedingungen vorfinden

2006

Wurde das Drei-Länder-Schießen in Sonthofen ausgetragen, bei dem Walter Harzenetter die Königswürde errang.

2005

Wurde ein Lichtgewehr für die Jugend angeschafft. Durch einen Bruch des Illerdamms bei Fischen richtete ein erneutes Hochwasser im August wieder großen Schaden an. Die Schützenräume standen ca. 1,5 m unter Wasser. Durch viel ehrenamtliches Engagement konnte der Schießbetrieb im Oktober wieder aufgenommen werden.

2004

Wurde bei einer Vorstandssitzung der Modus für die Ermittlung der Königswürde der Damen an den der Herren angeglichen (1 Schuss mit dem KK-Gewehr auf 100 m). Im März richteten wir ein Schießen zu Gunsten der „Kartei der Not“ aus und konnten eine ordentliche Spende übergeben.

2003

Mussten teilweise die ca. 40 Jahre alten Motore der KK-Anlage ausgetauscht werden. Umfangreiche Hochwasserschutzmaßnahmen wurden installiert.

2002

Nahm eine große Abordnung des Vereins am Drei-Länder-Schießen in Kastelbell teil; viele Teilnehmer konnten ein Teil des Adlers abschießen.

2000

Fand die 500-Jahrfeier unserer Schützengesellschaft mit Dreiländerschießen (Eutin, Kastelbell und Sonthofen) statt. Als Schirmherren konnten Ministerpräsident Edmund Stoiber, Landrat Gebhard Kaiser und 1. Bürgermeister Hubert Buhl gewonnen werden. Zeitgleich fand eine Sonderausstellung der Schützen im Heimathaus statt.

1999

Hat ein Jahrhundert – Hochwasser zu Pfingsten großen Schaden angerichtet. Die Schützenräume und Schießanlagen standen 80 cm unter Wasser. Viele Unterlagen, Bilder und Erinnerungsstücke, aber auch Teile der Schießanlage und der Einrichtung wurden vernichtet bzw. schwer beschädigt. Dank des vollen Einsatzes der aktiven Schützen und den Geldspenden, konnte die Renovierung der Räumlichkeiten schnell und kostengünstig durchgeführt werden. Gleichzeitig konnte auch ein großer Kellerraum im Tausch gegen die Schießanlage im Saal dazugewonnen werden. Die Gesellschaft verfügt über sechs elektrische Luftgewehrstände sowie eine KK-Schießanlage mit drei 50m und sechs 100m Schießständen. Einen schönen sportlichen Erfolg erzielte Hermann Herzog sen., er wurde in der Disziplin Zimmerstutzen Gaumeister und Schwäbischer Meister. Der Königlich privilegierten Schützengesellschaft gehören derzeit 118 Mitglieder an.

1998

Errang Georg Fontain jun. die Gaukönigswürde

1997

Um den Sicherheits- und Umweltvorschriften gerecht zu werden, wurde die KK-Schießanlage mit neuen Kugelfängen ausgestattet und die technischen Einrichtungen modernisiert.

1995

Wurde von der Fahnenstickerei Kössinger die Schützenfahne restauriert

1990

Wurden für die Luftgewehrschießanlage elektrische Schießstände angeschafft, sowie der Aufenthaltsraum modernisiert und eine Küche eingebaut. Für die Schützen wurde eine neue Vereinstracht angeschafft

1988

Martin Bodler gibt nach 25 Jahren Amtszeit wegen beruflicher Belastung sein Amt als 1. Schützenmeister ab. Er wurde zum Ehrenschützenmeister ernannt. Horst Böck wurde in der ordentlichen Generalversammlung am 13.1.1989 zum 1. Schützenmeister gewählt. In diesem Jahr wurde vom 2. Schützenmeister Max Osterhammer ein Schützenausflug nach Budapest organisiert, bei dem auch ein Vergleichsschießen mit einem Budapester Schützenverein stattfand.

1987

Um der immer stärker werdenden Jugend Rechnung zu tragen, stifteten die Mitglieder Traudl Scholz, Martin Bodler und Georg Fontain sen. dem Verein eine Jugendschützenkette. Diese neue Kette hat als erster Jugendkönig Hermann Herzog jun. errungen. Durch einen Beschluss der Vorstandschaft wurde das Vereinsjahr auf das Kalenderjahr umgestellt. In diesem Jahr fand auch das 125-jährige Fahnenjubiläum statt. Gewinner der von Max Enzensberger nachgefertigten Ehrenscheibe vom Jahre 1862 war Georg Kitzinger.

1986

Fand das turnusmäßige Drei–Länder-Schießen (Eutin, Kastelbell, Sonthofen) am Götzfrieds Weiher statt. Hier wurde der Adlerkönig mit dem Vorderlader Gewehr ausgeschossen. Adlerkönig wurde Max Scholz aus Sonthofen. Hermann Herzog sen. nahm in der Disziplin Luftgewehr an der Bayerischen und Deutschen Meisterschaft in München mit großem Erfolg teil.

1985

Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte errang ein Jungschütze (Hermann Herzog jun.) die Königswürde

1983

Wurde Hertha Herzog Gaudamenkönigin

1976

Wurde Michael Markhart deutscher Jugendmeister im Luftgewehrschießen, Siegfried Mühlegg Bezirksschützenkönig und Alfons Amling König des Drei-Länder-Schießens, das im September in Sonthofen stattfand. In diesem Jahr wurde die Gesellschaft zum Oktoberfestumzug nach München eingeladen.

1975

Wurde das Jubiläum, 475 Jahre Schützengesellschaft Sonthofen in Verbindung mit dem 16. Schwäbischen Bundesschießen gefeiert. Schirmherren waren Prinz Eugen und Prinzessin Hella von Bayern, wodurch die frühere gute Beziehung zum bayerischen Königshaus weiter dokumentiert wurde. Ausgeschossen wurde von den Ehrengästen eine prachtvolle Erinnerungs-Ehrenscheibe, entworfen und angefertigt von Max Enzensberger.

1964

Eine besondere Ehrung wurde unseren Schützenkameraden Hans Götzfried, Hans Böck und Georg Lipp zuteil. Diese verdienten Schützen wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt. Das Ehrenzeichen für 60-jährige Mitgliedschaft erhielt Eugen Heimhuber aus Oberstdorf

1963

Das wohl größte Schießen, das je in Sonthofen stattfand, war das 10. Schwäbisch Bayerische Bundesschießen, anlässlich der Stadterhebung Sonthofens, welches zusammen mit den drei Sonthofener Schützengesellschaften (Rieden, Fluhenstein und Gut Glück) durchgeführt wurde. Weit über 1000 Schützen kamen in das Festzelt an der Markthalle. Ein herrlicher Festzug leitete das Fest ein und eine gut besuchte Preisverteilung, zu welcher auch die Landesschützenmeister und die Bezirksschützenmeister gekommen sind, beendete dieses große Fest.
Am 24. Juni 1963 kam die Nachricht vom Tode des 1. Ehrenschützenmeisters Fritz Heimhuber. 50 Jahre stand er unserer Gesellschaft als Schützenmeister vor und war bis ins hohe Alter für unsere Schützensache tätig.
Im Dezember wurde das erste vereinsinterne Kleinkaliberschießen in unserer neuen Schießstätte, als Geflügelschießen durchgeführt. Hierbei beteiligten sich 68 Schützen.

1962

Fand ein Jubiläumsschießen zur 100-jährigen Fahnenweihe statt.

1959 bis 1961

konnte in Verbindung mit dem TSV Sonthofen ein neues Schützenhaus mit einer 50m und einer 100m KK-Anlage an der Iller erstellt werden. Später ist die Stadt Sonthofen an Stelle des TSV in die “Stadiongesellschaft” eingetreten.

 

Schuetzenhaus Sonthofen 1959

 

1959

Stiftete der 2. Ehrenschützenmeister Josef Daigele dem Verein eine Damenschützenkette. Helene Kreutzer konnte beim Königsschießen im März in der Gaststätte Linde in Binswangen als erste die Königswürde erringen

1941

Am 9. Dezember 1941 erfolgte auf staatlicher Anordnung der Eintrag ins Vereinsregister des Amtsgerichts in Sonthofen “Feuerschützengesellschaft Sonthofen 1500 e.V.”, was später wieder in Kgl. priv. Schützengesellschaft Sonthofen 1500
geändert wurde

1929

Fand ein Festschießen zur 500-Jahrfeier des Marktes Sonthofen statt. Über 100 Schützen beteiligten sich an diesem Schießen. Bis 1944 wurde im Schützenhaus am Bachtel geschossen, 1945 wurde es teilweise von den Franzosen zerstört und als Schützenhaus zweckentfremdet.

1924

1. Schützenmeister Fritz Heimhuber stiftete laut einer im Protokollbuch abgehefteten Urkunde, am 4.5.1924 eine Königskette mit dem Motto „Möge die priv. Schützengesellschaft stets blühen, wachsen und gedeihen!“

1920

Durch die Kriegseinwirkungen und die Inflation musste das Schützenhaus am Kalvarienberg (Pension Götzfried) verkauft werden; es wurde ein Kleineres am Bachtel erstellt. Geführt wurde der Verein in der nachfolgenden Zeit von Herrn Regierungsrat Kummer als Schützenkommissar, Fritz Heimhuber war 1. Schützenmeister und Josef Daigele 2. Schützenmeister. Weitere Ausschussmitglieder waren Adolf Herz, Wilhelm Bertele, Siegfried Scherzer, Alfons Mühlegg, Josef Enzensberger, Hans Götzfried und Fritz Fontain.

 

Schuetzenhaus Sonthofen 1920

 

1909

Als seinerzeit Prinzregent Ludwig von Bayern auch Sonthofen besuchte, hatte die Schützengesellschaft die hohe Ehre, seine Kgl. Hoheit im Schützenhaus am Kalvarienberg begrüßen zu können. Dieser Besuch war mit einem Preisschießen verbunden. Zur Erinnerung wurde eine Ehrenscheibe gegeben (noch im Besitz des Vereins), auf welcher Seine Kgl. Hoheit einen sehr schönen Schuss anbrachte. Schützenmeister Fritz Heimhuber reichte dem “Hohen Gast“ einen Ehrentrunk aus dem seinerzeit gestifteten Glaspokal von seinem Vater Prinzregent Luitpold von Bayern.

 

Kgl. Hoheit     Schuetzenhaus 1909

 

1901

In diesem Jahr wurde die Zimmerstutzengesellschaft mit der Feuer-stutzengesellschaft vereint. Damaliger Zimmerstutzenschützenmeister war Schuhmachermeister Hans Götzfried. Der Mitgliederstand belief sich auf 142
Schützen. Vom 21.-25. Juli 1901 fand ein großes Festschießen anlässlich der 400-Jahrfeier statt. Einige schöne Preise stammen aus dem Bayerischen Königshaus. Seine Majestät Kaiser Wilhelm II. stiftete einen antiken silbernen Pokal.

1900

War das Jahr der 400-Jahrfeier. Das Schießen konnte allerdings erst 1901 durchgeführt werden, obwohl die Vorbereitungen schon im Jahre 1899/1900 im vollen Gange waren. Zum Festausschuss gehörten Bürgermeister Anton Eberhart, Konditormeister Konrad Köberle, Brauereibesitzer J.B. Hastreiter, Schuhmacher Meister Johann Götzfried, Franz Bader, J.N. Merk, Adalbert Schöb, Ferdinand Glaser, J.G. Schmid, Eugen Herburger, Sebastian Geiger, Sebastian Meichelböck und viele andere sonthofener Bürger.

1898

Errang Hans Markhart beim Oktoberfestschießen in München die Würde des Schützenkönigs. Er wurde vom 1. Schützenmeister Karl Gobert und den Schützen gebührend festlich empfangen.

1890

Wurde Hermann Höss zum 1. Schützenmeister und Karl Gobert zum 2. Schützenmeister gewählt. Albert Bader, langjähriger Schützenmeister, wurde zum Ehrenmitglied ernannt.

1869

Dieses Jahr zeichnete sich dadurch aus, dass die Schützengesellschaft Sonthofen die im Jahre 1869 herausgekommene Bayer. Schützenordnung in seiner Generalversammlung von 18.04.1869 seinen Mitgliedern unterbietete und einstimmig annahm. Ab jetzt durfte die Gesellschaft den Zusatz „Königlich privilegiert“ führen.

1867

Zum 1. Schützenmeister wählte die Versammlung Albert Bader und zum 2. Schützenmeister Nep. Meggle.

1862

Am 5. Oktober wurde von der Schützengesellschaft eine Schützenfahne gekauft und feierlich geweiht.

1848

Am 1. Oktober besuchten die Kgl. Hoheiten Prinz Luitpold und Prinzessin Auguste von Bayern Sonthofen und stifteten bei einem Freischießen einen Auszüge aus der Chronik der Königlich privilegierten Schützengesellschaft Sonthofen 1500
Prunkhumpen (Böhmische Glasarbeit), welcher heute noch das Prunkstück unserer Gesellschaft ist. Ein Prunkglas mit Zinndeckel (Nymphenburger Arbeit) und einen Briefbeschwerer, die auch noch in unserem Besitz sind. Schützenmeister war J.A. Rietzler. Den Prunkpokal gewann ein Schütze Namens Feigl, der ihn aber dem Verein überließ.

 

Böhmische Glasarbei     Nymphenburger Arbeit    Brieföffner

 

 

1824

Beteiligten sich bei einem Freischießen in München 461 Schützen aus Bayern. Aus Sonthofen nahmen die Schützen Alois Merk, Drechslermeister Anton Rietzler, Ignaz Nagel teil, wobei Anton Rietzler den 11. Preis auf der Scheibe Glück erringen konnte.

1750

Wurde das erste Schützenhaus in Sonthofen erbaut, es stand etwa beim Anwesen Amman-Tausend in der Schützenstraße. Dieses Schützenhaus wurde anno 1912 abgebrochen.

1708

In diesem Jahr wurde für Sonthofen eine Schützenordnung eingeführt.

1631

Durch den Schwedenkrieg geriet das Schützenwesen in Verfall. (Schwedische und kaiserliche Truppen hausten schrecklich in Sonthofen)

1549

Traten die Sonthofener Schützenmeister Sebastian Sauter und Magnus Schreiber an den Landesfürsten, Cardinal Otto Truchseß von Waldburg mit der Bitte um finanzielle Unterstützung des Schützenwesens heran.

1530

Fand zu Sonthofen ein „Vortelschießen“ statt, wobei der Augsburger Fürstbischof Christian Freiherr von Stadion in Anwesenheit des Landesfürsten 5 Gulden (etwa 750€) zusätzlich zu den 5 Gulden aus der Thygenskasse stiftete. Dieser Vortel (Wert jetzt 2,50 €) wird bei unserer Schützengesellschaft auch heute noch bei jedem Schießen auf der Scheibe Haupt ausgeschossen. Geführt wurde die Schützengesellschaft durch einen Oberschützenmeister, der jährlich gewählt wurde. Das Amt musste angenommen werden und war eine große Ehre für den Gewählten.

1500 Gründungsjahr

War das Gründungsjahr der Kgl. priv. Schützengesellschaft Sonthofen. Das bayerische Staatsarchiv hat festgestellt, dass das Jahr 1500 als Gründungsjahr einer Schützenvereinigung in Sonthofen angesehen werden kann. Urkundlich erwähnt wird die Erstellung eines Schießstandes in Sonthofen im Jahre 1501. Sonthofen gehörte damals zum Erzbistum Augsburg und war dort dem Thygau Rettenberg zugeordnet. An der Entwicklung des Schießwesens war damals der für diesen Thygau verantwortliche Landmann Seneca Nachtrüb, der ebenso wie die Landesfürstliche Kasse, das Schießwesen in Sonthofen finanziell und anderweitig unterstützte und förderte, maßgeblich beteiligt. Die Schützen hatten damals ja die Aufgabe ihr Gemeinwesen zu „beschützen“.